Private Krankenversicherung für Studenten

Studenten haben nach der Gesundheitsreform 2011 weiterhin die Wahl zwischen einer gesetzlichen oder privaten Kranken-versicherung. Lohnt es sich für Studenten, eine private Kranken-versicherung abzuschließen oder sollten sie doch lieber bei der gesetzlichen Krankenkaße versichert bleiben? Die gesetzliche Krankenkasse ist unumstritten die kostengünstigere Variante, die private Krankenversicherung hingegen hat dem Versicherten mehr Leistung zu bieten. Für Studenten kommt zudem erleichternd hinzu, daß die Beiträge für Letztere immerhin etwas geringer ausfallen als für Versicherte, die sich nicht mehr in der Ausbildung befinden. Diese Vergünstigungen und Sondertarife seitens der Krankenkaßen sollen die private Krankenversicherung für Studenten in ein beßeres Licht rücken. Der Abschluß einer privaten Krankenversicherung während der Studienzeit sollte individuell auf die Lebenßituation und die daraus resultierenden Bedürfnisse des Studierenden abgestimmt werden. Hierfür spielt beispielsweise nicht nur die Frage, ob der Versicherte bei seinen Eltern oder außerhalb, alleine oder in einer Wohngemeinschaft wohnt, eine Rolle, sondern darüber hinaus auch die Kranken-versicherungsart der Eltern, das aktuelle Fachsemester, das Alter und vor allem der gesundheitliche Zustand des Versicherten.
Außerdem nimmt auch die Summe eventueller Nebenverdienste des Studenten Einfluß auf die Anpaßung der privaten Kranken-versicherung. Die private Krankenversicherung kann je nach Lebenslage mehr oder weniger ratsam sein. Gerade für Studenten jedoch, denen der Einstieg in die private Kranken-versicherung vom Staat z.B. im Hinblick auf das Jahresmindest-einkommen vereinfacht wird, sollte sie doch zumindest eine realistische Alternative darstellen. Dienstleistungen, die privat versicherte Studenten gegenüber den gesetzlich versicherten erhalten, sind unter anderem die übernahme der Kosten für alle anerkannten Arzneimittel ohne Zuzahlung des Versicherten, die hundert prozentige Rückerstattung der Kosten für so genannte alternative Heilmethoden, wozu zum Beispiel Akupunktur zählt, sowie für Krankengymnastik und Maßagen, bis hin zur Behandlung durch den Chefarzt in Krankenhäusern. Außerdem zahlen privat Versicherte keine Praxisgebühren. Auch für Brillengläser und Zahnprothesen kommt die private Krankenkasse auf. Wenn der Versicherte über eine längere Dauer hinweg keine Leistungen der Krankenversicherung in Anspruch genommen hat, erstattet die private Krankenversicherung im Gegensatz zur gesetzlichen einen Teil der geleisteten Beiträge zurück.
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